Kammerwahl 2021 | Unsere Geschichte

Die TIMO-Liste wurde 2006 zur 2. Wahl der Vertreterversammlung ins Leben gerufen. Die Psychotherapeutenschaft war damals noch sehr gespalten und nicht von der Wichtigkeit und Notwendigkeit einer Vertretung durch die Kammer überzeugt. Insbesondere zwischen Angestellten und Niedergelassenen gab es große Verwerfungen.

In der TIMO-Liste waren damals schon niedergelassene und angestellte Psychotherapeut*innen vertreten und standen für einen integrativen und versöhnlichen Kurs, indem die Gemeinsamkeiten in den Vordergrund gestellt wurden – insbesondere unsere Berufsgruppe als Ganzes im Gesundheitswesen und der Politik besser zu verorten, unsere Belange in die einschlägigen Gesetze einzubringen und uns als verlässlicher Partner in der politischen Gestaltung zu empfehlen.

Diesen Grundsätzen sind wir über die Jahre treu geblieben. Wir sind als Liste seither bei jeder Wahl angetreten und waren in der Vertreterversammlung, dem Vorstand und in vielen Ausschüssen vertreten und haben unser aller Belange unabhängig von Psychotherapieverfahren und Arbeitssituation vertreten.

Denn: Nur gemeinsam sind wir stark. Die Vielfalt unserer Berufsgruppe ist in unserer Liste abgebildet. Abgrenzung untereinander schadet uns allen.

Wir wollen unsere erfolgreiche, integrative Arbeit weiterführen!

Vertreter*innen im Vorstand:

Dr. Andrea Benecke, Vizepräsidentin (2007–heute), Gisela Borgmann-Schäfer (2012–2016), Ulrich Bestle (2018–heute)

Vertreterversammlung:

Dr. Andrea Benecke (2007–heute), Prof. Annette Schröder (2007–2012 und 2017–heute), Prof. Ursula Luka-Krausgrill (2007–2012), Dr. Paul Nilges (2007–2012 und 2017–heute), Dr. Annelie Scharfenstein (2007–2012), Heike Jockisch (2012–heute), Gisela Borgmann-Schäfer (2012–2016), Jürgen Kammler-Kaerlein (2012–2017), Sabine Maur (2012–2017), Ulrich Bestle (2017–heute), Kristina Nehls (2017–heute)

Ausschuss für die Belange der Angestellten:

Prof. Dr. phil. Ursula Luka-Krausgrill (2007–2012), Andreas Stamm (2007–2012), Heike Jockisch (2012–heute), Michael Ruch (2017–heute), Ulrich Bestle (2017–heute)

Aus- und Weiter­bildungs­ausschuss:

Dr. Gaby Bleichhardt (2007–2012), Dr. Ulrike Löw (2012–2017), Sabine Maur (2012–2017), Dr. Paul Nilges (2012–2017), Prof. Dr. Annette Schröder (2017–heute), Antje Welscher (2017–2019)

Ausschuss für Kinder- und Jugend­lichen­psycho­therapie:

Florian Hammerle (2017–heute)

Ausschuss Finanzen und Beitrags­ordnung:

Walter Roscher (2007–heute), Andreas Stamm (2012–heute)

Ausschuss Berufs­ordnung und Ethik:

Arne Bürger (2012–2017), Elisa-Maria Krebes (2017–heute)

Ausschuss für Fort­bildung und Qualitäts­sicherung:

Kristina Nehls (2012–2017), Inge Ruckes (2012–2017), Heiko Hölzel (2017–heute)

Beirat mit der Landes­ärzte­kammer, später Beirat mit Ärzte­kammer und Pflege­kammer:

Dr. Annelie Scharfenstein (2007–2012), Annette Morawietz-Schäfer (2012–2017), Dr. Andrea Benecke (2017–heute)

Delegierte DPT:

Dr. Annelie Scharfenstein (2007–2012), Sabine Maur (2012–2017), Dr. Andrea Benecke (2012–heute), Dr. Paul Nilges (2017–heute), Kristina Nehls (2017–heute)

Vorstandsbeauftragte:

Christoph Schmitt, Forensik (2007–2017), Sabine Maur, KJP, Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit (2012–2017), Michael Ruch, Forensik (2017–heute)

Auf unsere Initiative geht die Idee zurück, jährlich eine Fachtagung mit Herbstfest als feste Institution für die Mitglieder der Kammer zu etablieren. Sie findet seit 2007 statt mit wachsendem Erfolg und immer mehr Teilnehmer*innen. Sie bietet Gelegenheit zum Austausch untereinander und mit den Vertreter*innen und Vorstandsmitgliedern.

Wir haben uns über den Vorstand engagiert für eine gute Zusammenarbeit mit der Landeszentrale für Gesundheit RLP und etablierten mit der LZG die Netzwerke gegen Depression. Viele Kampagnen wurden mit Beteiligung der LPK gefahren, zuletzt eine Initiative für arbeitslose Menschen und deren Belange. Dieses Thema haben wir in verschiedenen Sitzungen auch mit der Agentur für Arbeit thematisiert.

Seit 2007 setzen wir uns mit aller Kraft ein für die psychotherapeutische Versorgung von Menschen mit Migrationshintergrund und Geflüchtete. Insbesondere in den Jahren 2015/2016 haben wir uns stark gemacht für geregelte Antragsstellung und transparente Genehmigungsverfahren, den Einbezug der Kolleg*innen im Kostenerstattungsverfahren und für die Schaffung von Ermächtigungen.

Seit 2007 gibt es eine stets aktualisierte Homepage und einen Newsletter, um die relevanten Themen und die Arbeit der Kammer zu transportieren und transparent zu gestalten. Weil uns dieser Aspekt sehr wichtig ist, übernahm Fr. Gisela Borgmann-Schäfer den Auftrag, sich um die Öffentlichkeitsarbeit zu kümmern. Sie hat dies auch als Vorstandsmitglied von 2012 bis zu ihrem Tod 2016 fortgesetzt und mit viel Engagement vorangetrieben. Die Homepage wurde im Laufe der Zeit immer mehr zu einem wichtigen Informationsportal für die Kommunikation mit den Mitgliedern.

Auf unsere Initiative hin wurde die Landeskonferenz PiA 2008 ins Leben gerufen, die seither die Belange der PiA in RLP gegenüber der Kammer und in der Bundeskonferenz PiA vertritt. Wir begleiten seither diese Arbeit im Vorstand, indem wir jederzeit für Fragen bereitstehen, einen kontinuierlichen Austausch mit dem Vorstand der Kammer pflegen und indem wir dafür eingetreten sind, dass diese Arbeit der PiA finanziell unterstützt wird.

Seit 2008 begleitet uns die Diskussion um eine Reform der Psychotherapeutenausbildung. Wir haben uns hier früh positioniert: es muss eine Reform geben, um die Missstände in der Ausbildung zu beenden. Die Mitglieder unserer Liste haben sich dafür immer mit Verve in der Vertreterversammlung, im Deutschen Psychotherapeutentag und gegenüber der rheinland-pfälzischen Politik eingesetzt. Über Round-Tables und Informationsveranstaltungen wie persönliche Gespräche mit Politiker*innen haben wir die Reform flankiert. Dr. Benecke konnte als Mitglied im Vorstand der Bundespsychotherapeutenkammer die Umsetzung des neuen Psychotherapeutengesetzes intensiv und an vorderster Front begleiten und gestalten. Immer noch begleitet uns die Ausarbeitung der Musterweiterbildungsordnung und dann deren Umsetzung in Rheinland-Pfalz. Hier wollen wir weiter unsere Expertise einbringen.

In mehreren Novellierungen des Landeskrankenhausgesetzes haben unsere angestellten Kolleg*innen der TIMO-Liste sowie der Vorstand mitgewirkt. Welche Änderungen nötig sind wurde im Angestelltenausschuss immer wieder diskutiert. In diesem Ausschuss waren TIMO-Mitglieder immer vertreten. Der Vorstand hat diese Anliegen gegenüber der Politik vertreten und es geschafft, dass wir bald eines der fortschrittlichsten Landeskrankenhausgesetze in Deutschland hatten mit der Möglichkeit, dass Psychotherapeut*innen Abteilungen leiten dürfen, in denen vorwiegend Psychotherapie erbracht wird.

Auch die Arbeit an der Weiterbildungsordnung war uns immer wichtig. Mehrere Mitglieder der TIMO-Liste waren daran beteiligt, die Ordnung um den Bereich der Rechtspsychologischen Sachverständigen zu erweitern. Es war uns dabei immer ein Anliegen, diese Weiterbildungen mit Leben zu füllen. Gerade aus unserer Liste heraus haben wir es geschafft, die Schmerzpsychotherapie und die Psychodiabetologie in unserem Land zu etablieren, wobei wir immer die Versorgung dieser Patientengruppe im Blick hatten, aber auch die Qualifizierung der Psychotherapeut*innen mit der Möglichkeit, sich über Sonderbedarf niederlassen oder sich als Angestellte für Leitungspositionen empfehlen zu können.

Das Thema Bedarfsplanung hat uns in mehreren Wellen beschäftigt. Zwei Mal wurde die Bedarfsplanungsrichtlinie verändert (2012 und 2021) und beide Male haben wir auf breiter Front dafür geworben: Bbei der Politik und in der Öffentlichkeit mit mehreren Kampagnen. Während wir auf Landesebene sehr viel Unterstützung erhielten, machen aber die Entscheidungen des Gemeinsamen Bundesausschuss eine echte Verbesserung der Versorgung im ambulanten Bereich bisher unmöglich.

Auch die Digitalisierung ist ein wichtiger Aspekt, den wir kritisch begleitet haben. Bei der Initiative „Mit Sicherheit gut behandelt“ haben wir aktiv mitgewirkt, um niedergelassenen Kolleg*innen eine Hilfestellung zu geben, die Anforderungen der DSGVO gut umsetzen zu können. Auch die Einführung der Telematik-Infrastruktur sowie die Ausgabe des eHBA haben wir über den Vorstand begleitet und organisiert.

Politische Abende und das Format „LPK trifft Gesundheitspolitik“ haben wir etabliert und genutzt, unsere Belange, neben vielen Gesprächen mit einzelnen Politiker*innen, zu transportieren. Diese Veranstaltungen geben Gelegenheit, Beziehungen zu pflegen und unseren Beruf sowie unsere Bedeutung im Gesundheitswesen deutlich zu machen.

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